Ford Fusion JU2



Das Modell

Der Fusion ist ein Modell des Automobilherstellers Ford.
Es handelte sich dabei um einen Minivan, der von Herbst 2002 bis Mitte 2012 produziert wurde. Der Fusion wurde ausschließlich als Fünftürer angeboten und schloss die Lücke zwischen Ford Fiesta und Ford Focus.

Technisch basierte er auf dem von Ende 2001 bis Sommer 2008 produzierten Fiesta MK6. Die in den USA angebotene Ford-Limousine mit der Bezeichnung Fusion hat mit dem europäischen Modell trotz gleichen Namens keine Gemeinsamkeiten. Die erste Modellgeneration des Mazda 2 (2003–2007) baute auf der Plattform des Ford Fusion auf.

Im November 2012 wurde die Modellreihe nach zehn Jahren Bauzeit durch den Ford B-MAX ersetzt.

Rolf Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Ford-Werke AG, mit dem neuen Ford Fusion dessen Serienfertigung am Montag den 24. Juni 2002 im Stammwerk der Ford-Werke AG in Köln-Niehl statete.

Bildmaterial: Ford-Werke AG

Das Design

Die Karosserie des Fusion lehnte sich an das weiterentwickelte New-Edge-Design des Fiesta ’02 an, wobei die Form der Frontscheinwerfer ähnlich dem Ford Transit und dem kleineren Ford Transit Connect war. Nachdem ab Frühjahr 2006 bei sämtlichen anderen aktuellen Ford-Modellen neue Modellgenerationen im „Kinetic Design“ eingeführt wurden, unterschied sich der Fusion optisch stark von der restlichen Modellpalette. Wegen seiner höheren Sitzposition bot er einen bequemeren Einstieg als herkömmliche Kleinwagen und besaß mit einem ladekantenfreien Gepäckraum von 337 Liter ein zusätzliches Laderaumvolumen von 53 Liter im Vergleich zum fünftürigen Fiesta.

Ausstattungsvarianten

Der Fusion wurde zunächst in den Ausstattungsvarianten Ambiente, Trend, Elegance und Fusion+ angeboten. Alle Fusion-Modelle verfügten über Servolenkung (beim 1,6-Liter-Dieselmotor elektro-hydraulisch), ABS, innenbelüftete Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten, vier Airbags, Seitenaufprallschutz, höhenverstellbaren Fahrersitz wie auch Lenksäule, Pollenfilter, Drehzahlmesser und eine 40:60 teilbare Rücksitzbank und -lehne.


Modellvarianten von 2002 - 2005 für den deutschen Markt:


Ambiente - das Grundmodell.
In der Schweiz war er so nicht erhältlich, wurde aber mit anderer Ausstattung als Fusion Occasion angeboten.



Trend - mit Zentralverriegelung, elektr. Fensterheber vorn, elektr. einstell- und beheizbare Spiegel, Lederlenkrad, klappbare Beifahrersitzlehne. » Dauertest 2005 «



Elegance - mit stärkerer Motorisierung, Nebelscheinwerfer, Kühlergrill mit Chromrahmen, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektr. einstell- u. beheizbare Spiegel, elektr. Fensterheber vorn, Klimaanlage, höherwertige Audiosysteme und Sitzbezüge, Lederlenkrad und -Schaltknauf, Türgriffe Schaltknauf und Mittelkonsole mit Dekor aus gebürstetem Chrom, ab 2005: Bordcomputer, Licht-u. Regensensor. Der Fusion Elegance wurde offiziell stets als Topmodell der Baureihe geführt.


Facelift-Modelle ab 2006 für den deutschen Markt:


Style - Basis Ambiente aber mit Zentralverriegelung, CD-Radio mit Fernbedienung, Klimaanlage, klappbare Beifahrersitzlehne, lackierte Türgriffe und Spiegelkappen, Schaltknauf in Leder, Sitzbezüge wie Trend


Fusion+ - hat zusätzlich zum Trend höherwertige Sitzbezüge, 16"-Leichtmetallräder, Bordcomputer, Klimaanlage, Radio mit CD, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Aerodynamik-Paket, Regensensor, Schaltknauf in Leder, Alu-Dekor, hintere Scheiben dunkel getönt, Schutzleisten in Wagenfarbe, Sitzheizung. Nur für diese Version gab es gegen Aufpreis auch Echtledersitze. In Österreich und der Schweiz war diese Version unter dem Namen Plus erhältlich. Der Fusion+ hatte als Lifestylemodell eine Sonderstellung innerhalb der Palette. » Mehr «



Calero - wie Style, aber zusätzlich Funk-Zentralverriegelung, elektr. Fensterheber vorn, Alu-Dekor, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, 15"-Leichtmetallräder und eine spezielle Außen-Optik im Offroad-Design, mit Unterfahrschutz und Aerodynamik-Paket. » Mehr «


Black Magic - dieses nur 600 mal gebaute Editionsmodell (Basis Style) bot eine Reihe von Besonderheiten, die nur hier erhältlich waren: Leder-Alcantara-Polsterung in schwarz, 16-Zoll-Leichtmetallräder in schwarz, LED-Beleuchtung im Fußraum vorne, Ladekantenschutz in Alu-Look. » Mehr «



Editionsmodelle - es gab noch zwei weitere Editionsmodelle.
Einmal den Fusion Viva X, dieses Modell konnte man 2003 zum 100 jährigen von Ford bekommen und hatte eine höherwertigen Ausstattung, die Basis war der Fusion Elegance. So wie ab 2006 das Editionsmodell Fusion Fun X, auch hier konnte man mit einem Preisvorteil (Basis Ambiente) eine höherwertige Ausstattung bestellen.

Sondermodell für den österreichischen Markt:

Ecosport - Basierte auf dem Trend und bot zusätzlich Funk-Zentralverriegelung, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, Radio mit CD, Klimaanlage, Schutzleisten in Wagenfarbe, in den ersten Jahren auch noch Alu-Innendekor Gegen Aufpreis waren für alle Modelle eine dritte Kopfstütze hinten und Kopf-Schulterairbags vorn und hinten lieferbar. Das ESP mit ASR und Bremsassistent war nur in Verbindung mit einem Bordcomputer erhältlich. ESP konnte jedoch nicht bei Fahrzeugen mit dem 59 kW (80 PS)-Ottomotor, mit Durashift-EST oder dem Automatikgetriebe bestellt werden.


Bildmaterial: Ford-Werke AG

Motorenpalette

Angeboten wurden drei Otto- und zwei Dieselmotoren mit Leistungen zwischen 50 und 74 kW, auch in Verbindung mit einer 4-Gang-Vollautomatik bzw. einem automatisierten 5-Gang-Schaltgetriebe (Durashift-EST, Electronic Shift Technology). Mit einem Verbrauch von 4,5 Litern auf 100 km und einem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 119 g/km gehörte die 50-kW-Dieselversion des Fusion im Frühjahr 2007 zu den weniger umweltbelastenden Fahrzeugen.

Alle Motoren erreichten die Abgasnorm Euro 4. Der 1,4-Liter-Dieselmotor (50 kW) mit ESP bzw. mit Durashift-Getriebe (ohne ESP) verfügte anfangs nur über die Einstufung Euro 3. Beide Dieselmotoren besaßen ab Werk keine Partikelfilter, sie konnten aber nachgerüstet werden.

Modellpflege

Im September 2005 wurde der Fusion einer Modellpflege unterzogen. Äußerlich durch die gelb abgesetzten Blinker in den Frontscheinwerfern, anderen Heckleuchten und breiteren Seitenschutzleisten zu erkennen, wurden auch die Armaturentafel (nun gepolstert), die Sitzbezüge und die Ausstattungsvarianten geändert.

Cockpit 2002 - 2005

Anfang 2011 wurde das Motorenangebot stark eingeschränkt. Es waren von da an nur noch zwei Ottomotoren mit 1,4 und 1,6 Litern Hubraum erhältlich (59 bzw. 74 kW), die jedoch nun die Abgasnorm Euro 5 erfüllten. Dieselmotoren standen keine mehr im Angebot, was den Auslaufcharakter der Modellreihe unterstrich. Zum selben Zeitpunkt wurde der Fusion auf einigen Märkten mit verchromten Türgriffen außen und einer Chromzierleiste in den lackierten Seitenschutzleisten ausgeliefert.

Cockpit 2006 - 2012

Anfang 2012 wurde schließlich die höherwertige Version Fusion+ als auch der 1,6-Liter-Ottomotor aus dem Programm genommen.

Produktion

Der Fusion wurde bei Ford in Köln-Niehl produziert und von dort in über 50 Länder exportiert, darunter nach Angola, Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland, Singapur und Südafrika. Als das am weitesten entfernte Ziel galt die Pazifikinsel Tahiti. Die Exportquote des Kölner Werkes lag bei 83 Prozent, die größten Auslandsmärkte waren Großbritannien, Italien, Frankreich, Benelux und Russland.

Die Produktion des Fusion endete im Juni 2012. Sein Nachfolger wurde der auf dem Autosalon in Genf 2011 präsentierte Ford B-MAX, dessen Fertigung am 10. November 2012 begann und am 1. September 2017 aufgrund mangelnder Nachfrage dann schon wieder eingestellt wurde!

Das letzte Modell seiner Reihe - mit hochwertiger Ausstattung.


Bedienungsanleitung

Sollte in der Bordmappe ein Handbuch oder eine Kurzanleitung fehlen, kann man diese HIER finden. Einfach Baujahr und Fahrzeugmodell auswählen, oder man gibt die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) ein.

Technische Daten

Ford Fusion: 1.25 1.4 1.6 1.4 TDCi 1.6 TDCi
Motor: 
4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)
Hubraum:  1242 cm³ 1388 cm³ 1596 cm³ 1399 cm³ 1560 cm³
Leistung
bei 1/min: 
55 kW (75 PS)/
6000
59 kW (80 PS)/
5700
74 kW (101 PS)/
6000
50 kW (68 PS)/
4000
66 kW
(90 PS) / 4000
Max. Drehmoment
bei 1/min: 
110 Nm/
4000
124 Nm/
3500
146 Nm/
4000
160 Nm/
2000
204 Nm/
1750
Getriebe:  5-Gang 5-Gang oder
Durashift-EST
5-Gang oder
4-Gang-Automatik
5-Gang oder
Durashift-EST
5-Gang
Höchstgeschwindigkeit:  159 km/h 163 km/h
Durashift-EST: 164 km/h
178 km/h
Automatik: 176 km/h
158 km/h
Durashift-EST: 158 km/h
176 km/h
Beschleunigung
0–100 km/h: 
15,5 s 14,0 s
Durashift-EST: 15,3
11,1 s
Automatik: 13,1 s
16,1 s
Durashift-EST: 17,5 s
12,9 s
Verbrauch in
Liter/100 km
6,4 S 6,5 S
Durashift-EST: 6,3 S
6,6 S
Automatik: 7,6 S
4,6 D
Durashift-EST: 4,5 D
4,5 D
CO2-Ausstoß
in g/km
152 154
Durashift-EST: 149
157
Automatik: 181
122
Durashift-EST: 119
119


Auto ohne Story

Nein, der Ford Fusion hatte mit Sicherheit keinen STil. Aber irgendwie praktisch war er schon. Und er war das letzte Auto ohne Story. Ford baute ihn einfach und keine Sau im Marketing schien sich so recht für ihn zu interessieren - weswegen er die Käufer erhielt, für die er richtig war und nicht die Käufer, die das Marketing ihm angedichtet hätte.

Mit einen Ford Fusion aufzufallen, ist praktisch unmöglich und das war auch nicht anders, als er 2002 erschien. Als Youngtimer wird man ihn wohl komplett vergessen haben. Sicher wären das wieder junge Familien gewesen, die mit einem Ford Fusion soviel anfangen könnten wie ein Hund mit Messer und Gabel und außerdem nie verrückt genug sind, Neuwagen zu kaufen.

Leute deutlich jenseits der 50 hingegen mochten den Ford Fusion. Der war etwas höher als der Fiesta und wirkte dabei so nett klassenlos. Einen Fiesta willst Du dir mit 65 nicht kaufen, weil das irgendwie eher ein Auto für Enkel ist – aber so ein Fusion, der technisch nur wenige Huster vom Fiesta entfernt war – der geht, den kannst Du dir vor die Garage stellen, neben den gepflegten Vorgarten.

In Großbritannien taten das erstaunlich viele – ebenso in den Niederlanden und Belgien. In Deutschland war die Zurückhaltung etwas größer, dennoch erreichte der Fusion eine gewisse Verbreitung.

Und bis dahin zeichnete ihn natürlich die Tatsache aus, dass er ein Wagen ohne Story war. Die Premium-Autos haben ihre Premium-Story, Dacia spielt die Billig-Show, Subaru die Allrad-Nummer, Opel den sportlichen Underdog – aber wofür stand eigentlich so ein Ford Fusion?

Ford Fusion+ 2004

Opel hatte den Meriva auf dem Markt, das war mal ganz klar ein Van. Der Fusion war nicht mal das und konnte auch keine Falt-Kunststückchen mit den Sitzen vollführen oder so, er konnte umklappen, das war’s.

Dennoch baute Ford den Wagen ohne Story satte 10 Jahre lang. Zehn Jahre – immerhin bis 2012. Längst sahen die anderen Ford vollkommen anders aus, aber der Hochfiesta blieb.

Und da mag jetzt manch einer sagen: „Na und? Mein Kadett B hatte auch keine Story. Was war denn die Story des Jetta 1 von 1979?"

Ganz genau. Früher gab es ständig solche Autos, die einfach nur Auto sein durften und sich nicht verbiegen mussten, was im Regelfall nur zu einer Geschichte führt, die entweder durch irre teure Sonderausstattungen belegt werden muss oder eben durch den Beweis, dass es eine Nische für 270 Km/h schnelle Geländewagen gibt, die auf der anderen Seite auch Schlammgrube können oder ähnlichen Nonsens.

Der Fusion war da vielleicht der letzte, der einfach so leben und atmen durfte. Sein Nachfolger etwa muss den Geschmack von Freiheit und Abenteuer geben, irgendwie SUVartig wirken, obwohl er in Germanien keinen Allradantrieb hat. Und dann Lächerlichkeiten wie das Ersatzrad… Marketing: Go Home!

Gesehen bei Junge-Klassiker.de



Ford Fusion Concept Car


Ford Fusion Concept - Studie eines Kompakt-Vans


Bildmaterial: Ford-Werke AG

Mit der Studie "Ford Fusion Concept" zeigt Ford auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA 2001 in Frankfurt erstmals die Studie eines kompakten Stadtfahrzeugs, die sich mit der praktischen Umsetzung besonders zukunftsträchtiger Technologien für das Auto von morgen beschäftigt.

Ford Fusion Concept zeigt eine hohe Konzentration intelligenter Technologie auf ein Fahrzeug mit besonders kompakten Abmessungen. So verkörpert Ford Fusion Concept sprichwörtlich die Fusion interessanter Vorteile von bekannten Fahrzeugkonzepten aus der Mittelklasse mit dem attraktiven Äußeren und dem großzügigen Raumkonzept eines Freizeitautos. Das heißt zum einen, dass Ford Fusion Concept dank seiner Ausmaße ausgesprochen wendig und dank der erhöhten Sitzposition sehr übersichtlich ist. Andererseits bietet er dank eines großen Innenraumes mit intelligenten Lösungen das Raumangebot eines Mini-Vans, kombiniert mit dem Verbrauch eines Kleinwagens. 

Herzstück des Fusion Concept ist der Ford-DISI-Motor (DISI steht für Direct Injection Spark Ignition / Direkteinspritzung mit elektrischer Zündung). Er überträgt das Prinzip der sparsamen Direkteinspritzung vom Diesel auf den Benzinmotor. Der kraftvolle kleine Motor verbindet exzellenten Benzinverbrauch mit bulliger Kraftentfaltung.

Mittels Turbo-Aufladung entwickelt dieser 1,1-Liter-Motor mit 81 kW (110 PS) die Leistung eines normalen 1,8-Liter-Motors und vermeidet dabei gleichzeitig die Verbrauchsnachteile des größeren Motors. Weil er reine Luft ansaugt und die Gemischbildung durch Direkteinspritzung erst recht spät und unter hohem Druck erfolgt, bietet der Ford DISI-Turbo enorme Vorteile, wenn es darum geht, bei niedrigsten Drehzahlen kraftvollen Durchzug (160 Nm bei 1.800/min) zu bieten.

Ein konventioneller Motor erleidet unter Teillast Verluste, solange seine Drosselklappe weitgehend geschlossen bleibt. Der Ford DISI -Turbo "atmet" dagegen weitgehend frei und ohne die abschnürende Wirkung der Drosselklappe. Der Verbrauch sinkt dadurch im unteren und mittleren Lastbereich spürbar ab. Dabei bietet der Motor einen äußerst kraftvollen Antritt, wie er bisher nur von modernen Turbodiesel-Motoren bekannt war.

Der Ford DISI-Motor harmoniert zudem hervorragend mit dem neuen Getriebekonzept Ford Durashift EST. Durashift EST steht bei Ford für das neue automatisierte Schaltgetriebe mit elektrischer Kupplungsbetätigung. Es erlaubt nicht nur die bekannte Automatik-unterstützte Fahrweise ohne zu kuppeln, sondern es hilft durch eine intelligente Verbindung zum Motormanagement auch dabei, Benzin zu sparen. 

Leider war es nur eine Studie.
Auf der Straße sah der Fusion dann später etwas anders aus.


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